• Kündigung
  • Re: Die Bahn am Ende - Bahn will Mitfahrer (nicht nur) im Inter…

    bahnie bahn würde am Liebsten doch nurnoch eine hand voll grosser
    > Bahnhöfe betreiben und den rest still legen …
    > aber was bringt es mir wenn ich von Frankfurt und 4 Stunden in
    > Hamburg bin aber von hier nach frankfurt keine 30 Minuten sondern 4
    > Stunden brauche?
    ACK.
    Die meisten Leute hier schreiben, dass sie Strecken wie Frankfurt/M.
    - Stuttgart oder sowas nutzen. Bei solch einer Strecke ist man meist
    schneller und billiger als mit dem Auto.
    Ich bin neulich mal von Bremen nach Aschendorf gefahren (letzteres
    ist in der Nähe von Papenburg). Die Verbindung sieht wie folgt aus:
    Die Entfernung beträgt 143 km.
    Bremen - Leer: Fahrzeit 1:10 h
    Auftenthalt in Leer (und dort gibt’s keine Bahnhofshalle): 1:03 h
    Leer - Aschendorf: Fahrzeit 0:15 h
    Gesamtzeit: 2:28 h
    Kosten: EUR 16,20
    Dazu kommen noch die Wege von und zu den Bahnhöfen, macht bei mir
    insgesamt etwa 30 Minuten.
    Mit dem Auto dauert’s ca 1:45, und man steht nicht in der Kälte rum.
    Für solche Strecken ist die Bahn einfach ungeeignet, weil die
    Wartezeiten zu lang sind, besonders bei so kurzen Strecken stimmt
    hier das Verhältnis zwischen tatsächlicher Fahrzeit und insgesamter
    Reisezeit überhaupt nicht. Rechtnet man die Gesamtbetriebskosten des
    Autos ist das allerdings mehr als doppelt so teuer (bei 30 cent pro
    km EUR 42,90).
    Betrachtet man dagegen die Stecke Frankfurt - Stuttgart (204 km)
    Frankfurt/M.(Hbf) - Stuttgart(Hbf): Fahrzeit 1:19 h
    Umsteigen muß man hier nicht.
    Kosten: EUR 42,50
    Mit dem Auto braucht man ca. 2:20 h. Auch hier ist das Auto teurer,
    wenngleich der Unterschied nicht mehr so groß ist (bei 30 cent pro km
    EUR 61,20).
    Angesichts des höheren Komforts und der kürzeren Reisezeiten, lohnt
    trotz des hohen Preises bei der ersten Strecke m.E. das Auto, die
    zweite Strecke würde ich wohl eher mit dem Zug zurücklegen wollen.
    Zumal man als Privatperson die Gesamtkosten für das Auto nur dann
    rechnen kann, wenn man überlegt, ob man eines anschaffen will. Der
    größte Anteil des Kilometerpreises beim Auto besteht nämlich aus den
    Fixkosten. Die reinen Treibstoffkosten betragen bei der ersten
    Strecke, trotz hoher Benzinpreise, nur etwa 10 Euro. Wer also sein
    Auto “öfter mal stehenläßt” und stattdessen mit der Bahn fährt,
    treibt die Kilometerkosten seines Autos mächtig in die Höhe.
    Daneben spielen für viele sicher auch ökologische Erwägungen eine
    Rolle. Bei der Strecke Frankfurt - Stuttgart unsterstelle ich mal
    tagsüber eine relativ gute Auslastung der Züge. Deshalb ist die
    Energiebilanz des Zuges wahrscheinlich günstiger als beim Auto. Das
    müßte man mal genau ermitteln.
    Bei den wenig genutzen Strecken, wie der erstgenannten, habe ich so
    meine Zweifel. Schießlich fährt der Zug auch wenn er leer ist.
    Gruß,
    Jali

    19:03 |

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